Kaninchen leben in Gruppen und sollten deshalb nicht allein gehalten werden,auch wenn Sie sich viel mit ihm beschäftigen,können Sie ihm seinen Kumpel beim schlafen,putzen und spielen nicht ersetzen.    

 

Die Eingewöhnung: 

 

Lassen Sie den Tieren Zeit,sich an Sie und die neue Umgebung zu gewöhnen.Prinzipiel gilt:Lassen Sie die Tiere immer auf Sie zukommen,locken Sie mit einem Stück Möhre,wenn sie kommen - gut,wenn nicht,probieren Sie es später noch einmal.Immer ruhig mit den kleinen umgehen.Niemals auf den Käfig zustürmen ( Kinder oder auch Hunde ).Am Anfang heißt das oberste Gebot Ruhe!

Wenn die Tiere sich in ihr Häuschen verkrümeln,akzeptieren sie ihren Wunsch nach Ruhe.Wenn die Kleinen nach ihren Freigang im Zimmer wieder in den Käfig sollen,niemals durch das ganze Zimmer jagen oder treiben.Mit Futter locken,ruhig auf sie zu gehen und wieder in den Käfig setzten.

 

Der Käfig:

Der Käfig kann nicht groß genug sein und jeder Käfig ist viel zu klein,um die Häschen ausschließlich darin zu halten.Sie brauchen so viel Freilauf,wie Sie es einrichten können.(Achtung aber vor Stromkabel und giftigen Zimmerpflanzen,die sie anknabern könnten).

Er sollte in einer zugfreien Ecke stehen und nicht in direkter Sonneneistahlung.In jeden Käfig sollte mindestens ein Holzhaus mit Flachdach stehen.Viele denken,dass der Käfig dann noch kleiner wird,aber es ist genau das gegenteil der Fall.Die Tiere können den Platz im und auf dem Häuschen nutzen,sie ziehen praktisch ins 2.Stockwerk ein.Dieses Häuschen lassen sich auch ganz einfach selber bauen (natürlich aus unbehandeltem Holz - auf keinen Fall Spanplatten nehmen).In der Regel beschmutzen die Kaninchen ihre " Höhle" nicht,sondern setzen ihre Köttel meist in die am weitesten entfernte Ecke des Käfigs.Wenn sie sich eine Ecke ausgesucht haben,können sie dort eine Nagertoilette hinstellen.Das erleichtert das sauberhalten wesentlich.                                     

Wasser sollte nur aus Flaschen oder Nippeltränken gegeben werden,da die Wassernäpfe erfahrungsgemäß immer mit Futter,Heu,und sogar Kot verschmutzt werden.

 

Das Futter:

 

Kleine Kaninchen sind sehr empfindlich,wenn es um die Ernährung geht.So sollte man am Anfang jede umstellung sehr langsam angehen lassen.Am ersten Tag nur das gewohnte Futter und natürlich Heu geben.Dann täglich von dem neuen Futter auf dem Rest Futter 2 Eßlöffel untermischen.So können Sie problemlos umstellen.Nach ein paar Tagen kommen noch trockenes niemals angeschimmeltes Brot und Möhren dazu.Anfangs auch nur in ganz kleinen Mengen.

Bitte in den ersten 4 Wochen keien Salt,Kohl oder anderes Grünzeug füttern.Wenn sie dann anfangen - wie gehabt,ein Blatt Löwenzahn oder Klee,am nächsten Tag zwei, usw.

Niemals angewelktes Grünfutter geben,was nicht gleich gefressen wid,aus dem Käfig entfernen.Ansonsten,probieren Sie,was die Häschen am liebsten fressen.Sie sollten auf jeden Fall immer etwas hartes zu knabbern haben,damit sie ihre Zähne abnutzen können ( sie wachsen immer weiter ).Sehr gerne werden auch zweige und Äste von Obstbäume ( natürlich ungespritz)angeknabbert.Einmal pro Woche sollte das Kraftfutter weggelassen und nur Heu und Wasser gegeben werden,da die  Kaninchen sonst leicht verfetten.

                                                                                                 

 

Der Auslauf im Freien:

Bei jungen Häschen bitte nur zeitweise,nicht in kalten Jahreszeiten und nur wenn es vorher an Grünfutter gewöhnt wurde.Es muss auf jeden Fall ein zugfreies Häuschen im Auslauf stehen,in das es sichbei Regen oder auch Sonne zurückziehen kann!In den ersten Wochen wäre ich sehr vorsichtig,da sich die kleinen bei zu mal schnell erkälten.

 

Die Körpersprache:

An der Körpersprache des Kaninchens lässt sich leicht erkennen,wie es sich fühlt.

Sitzt es geduckt und legt die Ohren an,fühlt es sich nicht wohl oder hat Angst.Knurrt es einen an,dann sollte man es in Ruhe lassen,das ist eine Warnung.Fiept oder quitscht es,dann tut ihm etwas weh,oder es hat Todesangst.Sitzt es normal,macht Mannchen,schaut sich neugierig um,ist es in Ordnung.Liegt es mit nach hinten gestreckten Beinen oder "knallt"sich auf die Seite,was total lustig aussieht - dann geht´s ihm so richtig gut!

 

Fellpflege:

 

In der Regel gilt: Je länger das Fell,desto öfter müssen die kleinen gekämmt werden.Gerade Teddis,Cashmere und Angorakaninchensehen nur so schön plüschig aus,wenn sie ensprechend geflegt werden.Normalerweise reicht ein Kamm.Wenn sich Knoten gebildet haben,werden diese vorsichtig ausgeschnitten.

 


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